Besonders erfreulich war, dass dabei immerhin 1200.- € zusammengekommen waren, dank der Hilfe eines pfiffigen Auktionators, der sogar mit Telefonbietern kooperierte, und nicht zuletzt auch wegen der attraktiven Beigaben, die einige Clubmitglieder spontan gespendet hatten.
Die Auswahl der Organisation war für mich dann nicht mehr schwer, denn es kam nur die Klinik in Frage, die Manfred auf seinem beschwerlichen Weg während seiner Krankheit so außerordentlich gut betreut hatte. Nachdem ich mich mit Addi und Angelika abgestimmt hatte, vereinbarte ich mit Frau Prof. Dr. Jäger einen Termin, an dem ich mit Angelika zusammen den Erlös übergeben wollte. Schon bei dem Telefonat erfuhr ich etwas über das Forschungsprojekt, das von Frau Prof. Dr. Jäger betreut wird und sich nur über Spenden finanziert, und so waren wir richtig neugierig geworden, auf das, was wir bei unserem Besuch darüber erfahren sollten.
Am 08.12. war es dann soweit, wir hatten unseren Termin im Krankenhaus Nordwest. Bewaffnet mit dem Umschlag mit der Spende und den Kameras trafen wir ein und wurden sehr herzlich empfangen. In kleiner Runde saßen wir zusammen und unterhielten uns zuerst über die allgemeinen Themen der Krebserkrankungen und wie Patienten und Ärzte damit umgehen.
Dann kamen wir zum Kernpunkt unseres Besuches und Frau Prof. Dr. Jäger berichtete uns von der Krebsforschung Rhein-Main e.V., die mit dem Ludwig Institute for Cancer Research in New York zusammenarbeitet und dem aktuellen Forschungsprojekt, das Impfstoffe entwickelt zur Stimulation des Immunsystems gegen Krebs. Dabei erforscht man die unterschiedlichen Proteine, die von Krebszellen gebildet werden, diese werden als tumorspezifische Antigene hergestellt und in kleinen Dosen verabreicht, damit das Immunsystem lernt, Tumore, die sie erzeugen, zu erkennen und zu bekämpfen. Man spricht hier auch von den sogenannten „intelligenten Arzneimitteln“, da sie praktisch ohne Nebenwirkungen sind. Es war eine wirklich spannende Stunde, die wir zusammen verbracht haben, und es wurde uns auch eine Besichtigung des Forschungslabors in Aussicht gestellt, die wir zu einem späteren Zeitpunkt gerne annehmen werden. Frau Prof. Dr. Jäger bedankte sich sehr herzlich für unsere Spende und erläuterte nochmals, wie schwierig es zur Zeit ist, an die notwendigen Gelder zu kommen, die eine solche Forschung erst möglich machen. Auf meine Frage bezüglich des Verwaltungsaufwandes konnte sie berichten, dass bei ihrem Projekt dafür keine Kosten entstehen und somit der komplette Betrag sachbezogen verwendet wird, was eine große Ausnahme darstellt, hat doch z.B. die Deutsche Krebshilfe bis zu 35% Verwaltungsaufwand. Völlig beeindruckt traten Angelika und ich den Heimweg an und hatten unterwegs noch viel Gesprächstoff. Wir waren uns auch einig darin, dass die Spende hier an der richtigen Stelle gelandet war, nochmals herzlichen Dank an alle diejenigen, die dazu beigetragen haben.
Sollte sich jemand durch meine Zeilen angesprochen fühlen und möchte mehr darüber erfahren, ich habe einen Flyer, den ich zur Verfügung stellen kann, oder falls jemand etwas für die Krebsforschung Rhein-Main e.V. spenden will, hier die Daten:
Krebsforschung Rhein-Main e.V.
c/o Prof. Dr. med. Elke Jäger
Krankenhaus Nordwest Hämatologie / Onkologie
Steinbacher Hohl 2-22
60488 Frankfurt
Tel. 069 760 133 80
Dresdner Bank AG
Konto: 02 412 111 00
BLZ: 550 800 65