Bei Zeiten hatten wir uns angemeldet, ein Hotelzimmer reserviert und warteten mit Vorfreude auf den Tag, endlich die Koffer zu packen und uns auf den Weg nach Speyer zu machen. Endlich war es so weit. Die Benzinpreise hatten ihren Höchststand erreicht, das Wetter konnte nicht besser sein und der MGA bzw. seine 4 Zylinder waren fahrbereit.
So starteten wir mittwochs. Zunächst entlang der Weltkulturerbestätte am Rhein von Koblenz bis Bingen. Das Schöne liegt so nah! Zum Wechsel der Rheinseite haben wir eine von Lorch die Fähre nach Niederrheinbach genommen. Nein, in Bingen sind wir nicht auf die Autobahn gefahren. Wir fuhren weiter Landstraße über bzw. an Bad Kreuznach (etwas chaotische Straßenführungen) und Kaiserslautern vorbei nach Speyer. Nach 6 Stunden gemütlicher Fahrt erreichten wir mit heißen Füßen aber dennoch gut gelaunt das Technikmuseum.
Herzliche Begrüßung von Ulla, Walter, Brigitte, Markus ............
Mit ausreichend Parkplätzen, Hotel und Campingplatz direkt vor Ort, war das Technikmuseum ein idealer Treffpunkt. In der schön dekorierten Halle erfrischten wir uns erst einmal mit kühlen Getränken, begrüßten Freunde und so nach und nach reisten immer mehr Teilnehmer an. Einige hatten den Geruch Ihrer Fahrzeuge angenommen, denn jeder MG hat seine eigene Note.16 Nationen hatten sich angemeldet; die weiteste Anreise war aus Finnland.
Donnerstag 08:45 Uhr Fahrerbesprechung und 1. Ausfahrt durch den Odenwald und am Neckar entlang: Unter sengender Sonne erklommen wir Schloß Hirschhorn und wurden mit schönem Blick ins Neckartal belohnt. Auf dem Rückweg führte unsere Strecke durch Heidelberg am Neckar entlang mit kurzem Blick auf das schön am Berg gelegene Schloß. Kurz währte der Blick, denn extreme Verkehrsdichte im Feierabend-Stadtverkehr (stop and go), die Sonne brannte (Der Planet schien alles zu geben was er konnte) und im Fußraum (unsere Füße garten; die Kopfdichtung hielt durch) forderte unsere ganze Aufmerksamkeit. Einige machten mit geöffneter Haube eine Pause. An der Fahrt über den Hockenheimring haben wir nicht teilgenommen. Nicht weil der MGA noch nicht auf V 8 Motor umgerüstet ist ? die Füße waren schon heiß genug und Rennfieber hatten wir auch keines. Die gekühlten Getränke bei der Ankunft am Museum hatten wir uns an diesem Nachmittag verdient. Abends kundschafteten wir ein wenig Speyer aus.. Ein sehr schöner Ort mit netten Lokalen, der aber – zu unserer Verwunderung - leider abends um 22:00 Uhr die Bürgersteige hochklappt.
Freitag 08:45 Uhr Fahrerbesprechung und schöne Fahrt durch den Kraichgau: Mit seiner großen, schönen Anlage hat uns Kloster Maulbronn sehr beeindruckt. Dass in England Pizza bekannter ist als Maultaschen mag sicherlich sein. Doch dass unsere englischen Freunde sie in keinem Fall probieren wollten (was mag da wohl drin sein?), verwunderte uns schon sehr (was steckt denn in englischen Pies, Plumpudding, Haggis?, die wir in England keineswegs verschmähen). Wir nahmen sie mit schwäbischem Kartoffelsalat genußvoll im kühlen Klosterspeisesaal zu uns. Während der nächsten Station in Altstadt von Eppingen bekam jeder zur Erfrischung ein kühles Bier der dortigen Brauerei zu probieren. Tat das gut! Abends war wieder nettes Beisammensein in der Festhalle mit Pfälzer Spezialitäten.
Samstag Vormittag Gymkana, anschließender Spaziergang durch Speyer, Mittagessen im alten Brauhaus, danach Teilnahme an einer Stadtführung und im Anschluss Concours d`Elegance. Nicht erst heute fiel uns ganz offensichtlich und weder zu überhören oder zu übersehen auf: der Trend geht eindeutig zum V8, MGB V8, MGA V8, MGYA V8... Der paßt doch überall rein oder? Ein festlicher Abend in der Festhalle (Ehre dem Namen) stand auf dem Programm. Nicht nur die Tische waren dem Anlass entsprechend schön dekoriert, auch einige Teilnehmer kamen in feiner Garderobe. Auch dieser Abend war wieder sehr schön ...
Sonntag 08:45 Uhr, es regnete - Ausfahrt durch den Pfälzer Wald und die Weinstraße entlang: Kaum gestartet zeigte sich die englische Elektrik auf der Schnellstraße mal wieder von ihrer schwachen Seite. Wir blieben - zum Glück auf dem Seitenstreifen - liegen. Zunächst ging gar nichts mehr - der Wagen war wie Tod -. Nach einigen Fingerübungen wollte der Motor gar nicht mehr ausgehen! Nach scheinbar genügend Streicheleinheiten funktionierte die Elektrik plötzlich wieder. Zwischenzeitlich hatte der Regen aufgehört und wir konnten unsere Fahrt durch Maikammer und über den Kalmit fortsetzen und fuhren direkt in die auf dem Pfälzer Wald liegenden, schweren Regenwolken hinein, die sich über uns ergossen. Nach einer kürzeren Unterwasserfahrt kamen wir aber doch noch rechtzeitig zum Mittagessen mit Flammkuchen (mh!) an. Auf dem Rückweg wurden wir am Nachmittag auf dem Weingut Marienhof wieder mit Sonne und Kaffee und Kuchen verwöhnt. Den letzten Tag rundete wieder ein netter Abend in der Festhalle ab. Zu späterer Stunde kam plötzlich Aufbruchstimmung auf: Viele verabschiedeten sich bereits voneinander; der nächste Tag war Abreisetag, das schöne Treffen vorbei.
Vielleicht sehen wir uns im nächsten Jahr in Zug in der Schweiz wieder? Wir überlegen .. Doch fest steht: wir bleiben bei 4 Zylindern. Wirklich!
Ein ganz herzliches Dankeschön an Ulla und Walter und alle, die dieses tolle Treffen mit großem Engagement und Einsatzbereitschaft unter Aufopferung von sicherlich sehr viel freier Zeit über viele Monate hinweg organisiert haben. Es war absolut gelungen. Jeder, der nicht dabei war, hat etwas versäumt. Danke für die schönen Tage die Ihr uns bereitet habt. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in ...
Kontakt: Wolfgang Cornely ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )
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