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GLP - Die Gleichmäßigkeitsprüfung

Bei einer Gleichmäßigkeitsprüfung ist eine bestimmte Fahrstrecke mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit zu fahren. Für eine präzise Durchführung dieser Aufgabe ist in jedem Fall die geforderte Durchschnittsgeschwindigkeit in Zeit, abhängig von der Entfernung umzurechnen. Die km/h Anzeige des Tachometers ist völlig ungeeignet um eine GLP erfolgreich zu absolvieren.
Die Messmethode des Veranstalters bestimmt bei der GLP die Vorgehensweise bei der Bewältigung der Aufgabe.

  • Messung der Startzeit und der Ankunftszeit:
    Als erstes ist die geforderte Durchschnittsgeschwindigkeit in die Fahrzeit für die gegebene Streckenlänge umzurechen.
    Bei dieser Messmethode ist es unerheblich welche Geschwindigkeit auf dem Streckenabschnitt gefahren wird. Die Geschwindigkeit sollte lediglich etwas schneller als der geforderte Schnitt sein um auf Unwegsamkeiten, wie z.B. einen Zebrastreifen, einen langsamer Traktor, eine 30-Zone, usw. reagieren zu können. Vor der Zeitmessung am Ziel gibt es normalerweise eine Zone in der Anhalten nicht mehr erlaubt ist. Dementsprechend hält man vor dieser Zone an und wartet die Zeit ab, bis man durch das Ziel fahren muss. Die Stoppuhr legt hierbei den Zeitpunkt der Zieldurchfahrt fest.
     
  • Versteckte Messung an einem unbekannten Ort entlang der Strecke:
    In diesem Fall ist die geforderte Durchschnittsgeschwindigkeit entlang des gesamten Streckenabschnitts einzuhalten. Dies kann durch eine Schnitt-Tabelle in Verbindung mit einer Stoppuhr erfolgen und erfordert einen großen Einsatz des Beifahrers. Falls der Veranstalter es in seiner Ausschreibung elektronische Hilfsmittel erlaubt können Schnitt-Tabelle und Stoppuhr auch durch einen Schnittcomputer ersetzt werden. Dieser ist eine Art Stoppuhr, die aber nicht die gefahrene Zeit, sondern die gefahrenen Soll-Kilometer anzeigt. Diese Anzeige ist vom Fahrer mit seinem Wegstreckenzähler (KM-Zähler) zu vergleichen und die Geschwindigkeit so anzupassen, dass beide Anzeigen möglichst übereinstimmen.

Bei beiden Ausprägungen einer GLP kann der Veranstalter die Startzeit messen, oder er gibt eine Funkuhrzeit als Startzeit vor. Bei einem Start zu einer gegebenen Funkuhrzeit geht der tatsächliche Start des Fahrzeugs nicht in die Messung ein und nur der Zeitpunkt der Zieldurchfahrt ist von Bedeutung.

Als Messeinrichtung verwenden die meisten Veranstalter entweder Lichtschanken oder einen Schlauch quer über die Fahrbahn. Die Kenntnis der verwendeten Messmethode ist wichtig, da bei einer Lichtschranke das vordere Karosserieende die Messung auslöst, während bei der Schlauchmessung die Vorderräder die Zeitmessung bewirken.

Hinweise zu Literaturen zur GLPs finden sich in der Rubrik Literatur.